Ihre Firmentelefonnummer ist ein wertvoller Geschäftswert — auf Visitenkarten, in Verzeichnissen, bei bestehenden Kunden, auf der Webseite. Ein Wechsel der Telefonanlage muss bedeuten, dass Sie diese Nummern verlieren. In Deutschland haben Sie das gesetzliche Recht auf Rufnummernportierung (§ 46 TKG) — der neue Anbieter beantragt die Mitnahme beim alten.
Was ist Rufnummernportierung?
Rufnummernportierung bezeichnet die Übertragung einer bestehenden Rufnummer von einem Netzbetreiber oder Telefonanbieter zu einem anderen. Dabei bleibt die Rufnummer identisch — es ändert sich lediglich der Betreiber, der die Nummer verwaltet und schaltet.
Portierbar sind:
- Geografische Rufnummern (Ortsvorwahl: 0821, 089, 0821...)
- Service-Nummern (0800, 0900)
- Rufnummernblöcke (z.B. 0821 89 94 64-0 bis -99)
- In vielen Fällen auch Mobilnummern (Netzbetreiberwechsel)
Der Portierungsprozess Schritt für Schritt
Portierungsauftrag erteilen
Sie erteilen uns den Auftrag zur Portierung — mit Ihrer Kundennummer beim alten Anbieter und der Liste aller zu portierenden Rufnummern. Wir beantragen die Portierung beim alten Anbieter in Ihrem Namen.
Portierungstermin wird koordiniert
Alter und neuer Anbieter koordinieren den Portierungstermin. Dieser wird Ihnen rechtzeitig mitgeteilt. Typischer Vorlauf: 2–4 Wochen ab Beantragung. Der Termin liegt meist am frühen Morgen (zwischen 0 und 6 Uhr).
Vorbereitung der neuen Anlage
Während die Portierung läuft, richten wir die neue Cloud-Telefonanlage vollständig ein: Nummernplan, Rufumleitungen, Ansagen, Benutzer. Am Portierungstag muss alles bereit sein.
Portierungstag: Umschaltung
Zum vereinbarten Zeitpunkt werden die Nummern auf die neue Anlage umgeschaltet. In der Regel gibt es keine Unterbrechung — Anrufe die auf die alte Nummer kommen, landen ab diesem Zeitpunkt in der neuen Cloud-Anlage.
Prüfung und Abnahme
Nach der Portierung testen wir alle Nummern, Rufumleitungen und Sonderfunktionen. Alte Hardware kann jetzt abgebaut, alte Verträge gekündigt werden.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Alten Vertrag zu früh kündigen
Ein klassischer Fehler: Der alte Telefonvertrag wird gekündigt, bevor die Portierung abgeschlossen ist. Kündigung und Portierung müssen koordiniert sein — die Portierung muss abgeschlossen sein, bevor der alte Vertrag endet. Wir koordinieren das automatisch.
Unvollständige Rufnummernliste
Manchmal werden nicht alle Nummern auf die Portierungsliste gesetzt — z.B. Fax-Nummern, Sonder-Durchwahlen oder alte Nummern die noch im Einsatz sind. Eine vollständige Inventarisierung vor der Portierung verhindert das.
Nummernsperren beim alten Anbieter
Manche Anbieter erschweren die Portierung durch zusätzliche Anforderungen (Kundenpasswort, schriftliche Genehmigung). Das ist legal, solange der Prozess nicht unverhältnismäßig ist. Wir kennen die Anforderungen der gängigen Anbieter und begleiten Sie durch den Prozess.
Gut zu wissen: Sollte die Portierung scheitern oder sich verzögern, bleibt die alte Anlage bis zur erfolgreichen Umschaltung in Betrieb. Es gibt keine Situation in der Sie telefonisch nicht erreichbar sind — wenn alles korrekt koordiniert ist.
Wie lange dauert eine Portierung?
Typisch 2–4 Wochen von der Beantragung bis zur Aktivierung. Bei komplexen Rufnummernblöcken oder unkooperativen Altanbietern kann es länger dauern — in seltenen Fällen bis zu 6 Wochen. Für die Projektplanung empfehlen wir, 4 Wochen Puffer einzuplanen.
Kosten der Portierung
Die Portierung selbst ist gesetzlich kostenlos (§ 46 TKG). Einzelne Anbieter berechnen eine einmalige Einrichtungsgebühr für die Portierungsabwicklung — das sollte im Angebot klar ausgewiesen sein. Bei Telefux ist die Portierungskoordination im Implementierungspaket enthalten.
Weiterführend: Büroumzug mit Cloud-Telefonanlage — ein weiterer Fall, in dem Rufnummern unverändert erhalten bleiben.